Produktvalidierungsregeln

gestartet von ksmith am ‎10-04-2017 07:12 AM

Produktregeln können als Validierungsregeln eingerichtet werden, um die Gültigkeit von Produktkombinationen in einem Angebot sowie von Werten sicherzustellen, die in bestimmte Angebotsbelegposten oder Konfigurationsattribute eingegeben werden.  Produktvaliderungsregeln nutzen Produktregeln und Fehlerbedingungen zum Anzeigen einer Fehlermeldung oben auf der Seite "Angebotsbelegposten-Editor" oder "Produkt konfigurieren", wenn die Bedingungen erfüllt sind. 

 

VERWALTUNG

  1. Navigieren Sie zu Produktregeln.
  2. Legen Sie das Feld "Typ" auf Validierung fest, und geben Sie dann nach Bedarf Werte in die restlichen Felder ein. Klicken Sie auf Speichern, wenn der Vorgang beendet ist.Product Rule Detail.png
  3. Felder Beschreibung
    Name der Produktregel Der Name der Produktvalidierungsregel. Geben Sie hier am besten einen aussagekräftigen Namen ein, um die Unterscheidung von anderen ggf. vorhandenen Produktregeln zu vereinfachen.
    Erfüllte Bedingungen

    Wählen Sie aus, wie die Fehlerbedingungen angewendet werden sollen:

    • Alle: Alle Bedingungen müssen mit "Wahr" ausgewertet werden, damit die Regel ausgelöst wird.
    • Beliebig: Nur eine Bedingung muss mit "Wahr" ausgewertet werden, damit die Regel ausgelöst wird.
    • Benutzerdefiniert: In Verbindung mit dem Feld "Erweiterte Bedingungen" können Sie hiermit festlegen, wie Bedingungen ausgewertet werden. Beispielsweise kann hiermit eine Regel mit 3 Bedingungen auf folgende Weise verarbeitet werden: 1 AND (2 OR 3).
    Umfang

    Legen Sie fest, wo die Regel gelten soll:

    • Produkt: Die Regel gilt in einem Produktpaket. 
    • Angebot: Die Regel wird im Angebotsbelegposten-Editor ausgelöst.
    Evaluierungsereignis Wählen Sie ein Evaluierungsereignis:
    1. Laden: Die Regel wird ausgewertet, wenn die Konfigurationsseite geladen wird.
    2. Bearbeiten: Die Regel wird ausgewertet, wenn ein Benutzer auf der Konfigurationsseite eine Option auswählt oder die Auswahl aufhebt. Dieses Ereignis bietet eine Verarbeitung in Echtzeit, wenn die ausgewählte Option bzw. die Option mit aufgehobener Auswahl oder das Konfigurationsattribut mit "Sofort anwenden" gekennzeichnet ist.
    3. Speichern: Die Regel wird ausgewertet, wenn der Benutzer auf der Konfigurationsseite auf "Speichern" klickt.
    4. Immer: Die Regel wird beim Laden der Seite, nach Vornehmen von Änderungen und beim Speichern ausgewertet. Verwenden Sie diese Option beim Erstellen von Echtzeitproduktregeln.
    Typ Wählen Sie Validierung.
    Aktiv Gibt an, ob diese Regel aktiv oder inaktiv ist. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um sicherzustellen, dass diese Regel aktiv ist, bevor Sie mit dem Testen beginnen.
    Meldung Alle Validierungsregeln erfordern eine Fehlermeldung. In dieser eingeblendeten Meldung wird der Benutzer darüber informiert, was an der aktuellen Konfiguration falsch ist.
    Evaluierungsreihenfolge Dieses Feld dient zum Bestimmen der Reihenfolge, in der die Produktregeln ausgelöst werden.
    Erweiterte Bedingung

    Dient zum Anwenden von Logik auf die erstellten Bedingungen.

  4. Geben Sie Ihre Fehlerbedingungen ein und klicken Sie anschließend auf Speichern:
    Feld
    Beschreibung
    Regel Name der Produktregel, die in Bezug zur Fehlerbedingung steht.  Dies ist ein Nachschlagefeld, das standardmäßig mit der aktuellen Regel vorab ausgefüllt wird. 
    Index Weisen Sie dieser Bedingung eine eindeutige Nummer zu, um sie unter "Erweiterte Bedingung" der Preisregel zu referenzieren.
    Getestetes Objekt Wenn Ihre Auswertung anhand eines Felds in einem Objekt erfolgt, wählen Sie das Objekt hier aus. Wählen Sie aus "Angebot", "Angebotsbelegposten", "Produktoption", "Konfigurationsattribut" oder "Aktualisierter Vermögenswert". 
    Getestetes Feld Wählen Sie das ausgewertete Feld aus, sofern zutreffend.  Dies ist eine abhängige Auswahlliste, die mit verfügbaren Feldern im Zusammenhang mit dem getesteten Objekt aufgefüllt wird .
    Getestete Variable Wenn Sie eine Zusammenfassungsvariable und kein Feld auswerten, können Sie in diesem Feld die Zusammenfassungsvariable eingeben oder nachschlagen.
    Operator Wählen Sie den Operator für die Bedingung
    Filtertyp

    Wählen Sie:

    • Wert, damit die Auswertung anhand eines angegebenen Werts erfolgt.
    • Variable, damit die Auswertung anhand einer Zusammenfassungsvariablen erfolgt. 
    Filterwert Geben Sie den Wert ein, mit dem ein Vergleich erfolgen soll.
    Filtervariable Sie können die Zusammenfassungsvariable eingeben oder nachschlagen, mit der ein Vergleich erfolgen soll.

     

  5. Es folgt ein Beispiel einer Fehlerbedingung für eine Validierungsregel. Diese Bedingung lautet: "Wenn 'Count Maintenance' kleiner als 1 ist, mit 'True' auswerten."Error Condition Edit.png

     

ERSTELLEN EINER REGEL MIT ERWEITERTEN BEDINGUNGEN

Ab der Winter '16-Version erlaubt SteelBrick Administratoren das Verwenden der logischen Operatoren AND und OR zum Erstellen von Produktkonfigurationsregeln, was mehr Kontrolle darüber ermöglicht, welche Bedingungen für die Regel gelten sollen.  Folgendes aktiviert beispielsweise eine Regel mit 3 Bedingungen, die auf folgende Weise verarbeitet werden: 1 AND (2 OR 3). 

Setup: 

  1. For Upgrades: Make sure you add "Custom" as a picklist value for the Conditions Met field.  Sie müssen außerdem dem Seitenlayout "Produktregel" das Feld Erweiterte Bedingung hinzufügen. 
  2. Wählen Sie im Dropdownmenü "Erfüllte Bedingungen" die Option "Alle" aus. Sie müssen später das Feld "Erfüllte Bedingungen" zu "Benutzerdefiniert" ändern. Doch um eine Fehlermeldung während des Setups zu vermeiden, muss "Erfüllte Bedingungen" auf "Alle" festgelegt sein, bis der Setupvorgang abgeschlossen ist.
  3. Klicken Sie auf Speichern.
  4. Fügen Sie Fehlerbedingungen hinzu.
  5. Ändern Sie die Dropdownlistenoption Erfüllte Bedingungen in Benutzerdefiniert.
  6. Geben Sie Ihre erweiterte Bedingung mithilfe des Indexes für die Fehlerbedingung als Referenz an, wenn eine bestimmte Formel für "Erweiterte Bedingung" erstellt wird.advanced cond.png

 

 

ANWENDUNGSFÄLLE

Beispiel 1 : Validieren, ob der richtige Wert in ein Konfigurationsattribut eingegeben wurde.

Während Zahlen mitunter in ein Konfigurationsattribut eingegeben werden müssen, enthält das Attribut kein Feld des Typs "Mindestwert" oder "Höchstwert", um die eingegebenen Werte einzuschränken. Beispiel: Ein Konfigurationsattribut galt für ein Zahlenfeld und der eingegebene Wert musste im Bereich 5 bis 10 liegen.

 

Name der Produktregel Validierung des Konfigurationsattributwerts
Typ Validierung
Erfüllte Bedingung Alle
Umfang Produkt
Fehlermeldung "Der Konfigurationsattributwert muss im Bereich 5 bis 10 liegen."
Fehlerbedingung

Getestetes Objekt: Konfigurationsattribut

Operator: Größer oder gleich

Filtertyp: Wert

Filtervariable: 5

Fehlerbedingung

Getestetes Objekt: Konfigurationsattribut

Operator: Kleiner oder gleich

Filtertyp: Wert

Filtervariable: 10

 

Beispiel 2: Produktvalidierungsregel, die im Angebotsbelegposten-Editor ausgewertet wird

Ihr Unternehmen verkauft Lizenzen und Schulungsplätze an Benutzer. Für jede Lizenz ist auch ein Schulungsplatz erforderlich. Sie können getrennte Zusammenfassungsvariablen erstellen, die die Gesamtanzahl der Lizenzen und Schulungsplätze zählen, und dann mithilfe einer Produktvalidierungsregel bestimmen, ob diese im Angebot gleich sind.

 

Name der Produktregel "Lizenz" ist gleich "Schulung"
Typ Validierung
Erfüllte Bedingung Alle
Umfang Angebot
Fehlermeldung "Die Anzahl der Schulungsplätze muss der Anzahl der Benutzerlizenzen entsprechen. Bitte prüfen."
Fehlerbedingung

Getestete Variable: Anzahl der Schulungsplätze

Operator: Gleich 

Filtertyp: Variable

Filtervariable: Anzahl der Benutzerlizenzen

 

Beispiel 3: Angebotsproduktregel

Ihr Unternehmen verkauft eine Vielzahl von Hardware- und Wartungspositionen. Wenn Sie Hardware vertreiben, wie z. B. Server, die Wartung und Support benötigen, können Sie getrennte Zusammenfassungsvariablen erstellen. Eine dient zum Zählen der Gesamtanzahl der Services und eine zweite zum Zählen der Gesamtanzahl der Wartungspositionen. Diese Variablen arbeiten mit einer Produktregel, um zu bestimmen, ob die Anzahl der Services und Wartungspositionen im Angebot gleich ist.

 

Zusammenfassungsvariable

Feld Wert (Server) Wert (Wartung)
Variablenname Gesamtanzahl der Server Gesamtanzahl der Wartungspositionen
Aggregatfunktion Summe Summe
Zielobjekt Angebotsbelegposten Angebotsbelegposten
Aggregierungsfeld Menge Menge
Filterinformationen Produktfamilie = "Server"

Produktfamilie = "Wartung"

 

Erstellen Sie schließlich einen Produktregel-Datensatz, der diese beiden Zusammenfassungsvariablen vergleicht und einen Fehler anzeigt, wenn sie nicht gleich sind. In diesem Szenario enthält die Produktregel eine einzelne Fehlerbedingung wie die folgende: 

 

Produktregel

Name der Produktregel "Server" muss gleich "Wartung" sein
Typ Validierung
Erfüllte Bedingung Alle
Fehlermeldung "Die Gesamtanzahl Ihrer Server muss den Wartungspositionen entsprechen. Ändern Sie diese Mengen, um fortzufahren."
Fehlerbedingung

Getestete Variable: Gesamtanzahl der Server

Operator: Nicht gleich 

Filtertyp: Variable

Filtervariable: Gesamtanzahl der Wartungspositionen

 

Beispiel 4: Testen von Validierungsregeln für Angebotsbelegposten-Gruppenfelder

Ab Salesforce CPQ Winter 17 können Benutzer "Gruppe von Angebotsbelegposten" als getestetes Objekt einer Fehlerbedingung auswählen. Anschließend können sie im Angebotsbelegposten-Editor Tests anhand der Feldwerte von Angebotsbelegposten-Gruppen ausführen.

 

Angenommen, ein Computerdesign-Unternehmen stellt Pakete mit drei verschiedenen Desktopbauformen her, die im Angebot durch drei Angebotsbelegposten-Gruppen dargestellt werden: Rot, Grün und Blau. Diese Paketfarben werden durch ein benutzerdefiniertes Farbfeld gesteuert, dass dem Objekt "Gruppen von Angebotsbelegposten" hinzugefügt wird. Wenn das Unternehmen vorübergehend keine roten Pakete mehr verkauft, kann ein Administrator eine Validierungsregel erstellen, die Vertriebsmitarbeiter daran hindert, rote Pakete im Angebotsbelegposten-Editor anzulegen. nored.png

 

Diese Validierungsregel wird wie folgt erstellt:

Feld/Themenliste Werte
Name der Produktregel Keine roten Gruppen
Typ Validierung
Erfüllte Bedingung  Alle
Umfang  Angebot
Evaluierungsereignis Immer
Meldung Nein, rote Gruppen sind nicht möglich.
Fehlerbedingung 

Getestetes Objekt: Gruppe von Angebotsbelegposten

Getestetes Feld: SBQQ__Color__c

Operator: Gleich

Filtertyp: Wert

Filterwert: Rot

 

VALIDIERUNGSREGELN FÜR GESCHACHTELTE PAKETE

Ab der SteelBrick CPQ Spring '16-Version können Validierungsregeln auf geschachtelte Pakete in einem übergeordneten Paket angewendet werden. Unter Validierungsregeln in geschachtelten Paketen finden Sie eine schrittweise Anleitung.